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Gartenarbeit, Deutschunterricht und Martinssingen

Autor: AnnikaHuneke | Datum: 17 November 2010, 12:48 | 20 Kommentare

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Die Zeit vergeht schnell und plötzlich bin ich schon seit  3Monaten in Kamerun. Langsam beginnt hier die Trockenzeit, es blühen andere Blumen als vorher und während der Regen sich immer seltener blicken lässt, scheint die Sonne nun fast täglich. Seit ca. 2 Wochen arbeite ich jetzt jeden Morgen 2Stunden im Garten. Der ist nämlich total chaotisch und hat eine umfangreiche Grundreinigung nötig. Also jäten wir Unkraut ohne Ende…irgendwie habe ich das Gefühl, dass da wo wir vor 2Wochen gearbeitet haben theoretisch direkt weiter jäten könnten. Nunjah, der Vorteil der Gartenarbeit ist, dass Esther und ich unsere Chaostruppe nur noch eine Stunde täglich unterrichten und somit alles etwas weniger anstrengend und nervenraubend ist. Unsere Schüler beschweren sich jedoch täglich, dass aus ihren Lehrerinnen plötzlich Gärtnerinnen geworden sind, also sollten wir uns mit der Gartenreinigung wohl beeilen. Das Musikprogramm ziehen wir jetzt voll durch. Seit dem schallt ständig das Lied „Aramsamsam“  durchs Centre (vielleicht kennt ihr das? Ich hab´s im Kindergarten gelernt). Jeden Montag und Freitag versammeln wir uns also alle im großen Salon und singen zusammen. Für die älteren wollen wir ab nächste Woche auch noch Blockflötenunterricht anbieten. Dienstags und donnerstags findet im Moment Deutschunterricht statt. Alle sind ganz fleißig und sprechen voller Inbrunst und laut im Chor alle Wörter, die Esther und ich präsentieren, nach (noch stecken wir in der Begrüßungs- und Abschiedsphase). Um den kulturellen Austausch hier noch weiter zu fördern haben wir letzte Woche Martinssingen veranstaltet (den Nordrheinwestfalen unter euch dürfte das ein Begriff sein). Das war eine Idee von einer Kindergottesdiensttruppe aus Wärmelskirchen, die das Centre partnerschaftlich unterstützt. Esther und ich haben also Süßigkeiten gekauft und alle Betreuer hier haben sich damit in verschiedenen Räumen positioniert. Die Bewohner sind dann von Tür zu Tür gezogen und haben gesungen und dafür dann eine Süßigkeit erhalten. Das war ein Riesenspaß für alle, der mit gemeinsamem Lollischlecken endete.
Also, ihr Lieben, mir geht’s gut hier. Ich habe mich gut in meine Aufgaben eingefunden, habe mich daran gewöhnt rund um die Uhr Ansprechpartner für alle und alles zu sein (denn das bin ich automatisch,  weil ich im Centre wohne und dadurch so gut wie immer da bin) aber kann mittlerweile  auch einfach mal meine Zimmertür verschließen und mir eine Pause gönnen (das war am Anfang gar nicht so einfach für mich, ist aber definitiv nötig). Heute ist übrigens „Fête de mouton“  (Schafsfest), das ist muslimisch und hängt mit der Abraham-Sohnopferungs-Geschichte (Gen 22) zusammen. Heute haben also alle in Kamerun frei und wer es sich leisten kann isst ein Schaf. Wir können uns das nicht leisten, genießen den freien Tag aber trotzdem ;-). Das ist hier in Kamerun übrigens ziemlich cool, egal zu welcher Religion man gehört, Feste werden zusammen gefeiert.

Um eure Phantasie nicht all zu sehr in Anspruch zu nehmen und weil ich heute quasi frei und somit viel Zeit habe, lade ich mal noch ein paar Bilder hoch. Viel Spaß beim gucken!

 mit endlich wärmeren Grüßen aus Baham,

eure glücklichzufriedene Annika

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