VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Anne | Annika | Cordula | Debora | Jana | Janina | Janis | Karolin | Katinka | Lea | Lena | Lisa-Marie | Mareike | Rabea | Rebecca

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Olila!!! (Hallo auf Baham)

Autor: AnnikaHuneke | Datum: 30 August 2010, 21:54 | Kommentare deaktiviert

Nach wie vor geht es mir gut im fernen Kamerun.

In Baham spricht man neben Franzoesisch auch noch Baham (kreative Sprachenbenennung ;-) )

Ich sage jetzt also immer: Olila(Hallo) Amgaka?(wie gehts?) Antwort: Abjanje(gut) ... gestern konnte ich auch noch nach dem Namen fragen und so...muss aber zugeben, dass ich diese merkwuerdigen und absolut ungewohnten, mit nichts bekanntem zu verbindenden Worte schon wieder vergessen habe;-) Aber ich hab ja noch ne Weile um neben Franzoesisch auch noch ein bisschen Baham zu lernen.

Ich habe 4 Tage in dem kleinen Dorf Bandrefam verbracht. Dort habe ich einigen netten Peacecorps, die hier zahlreich in Kamerun vertreten sind, geholfen ein Aidspraeventationsprogramm fuer Frauen zu veranstalten. Gegen Bandrefam erscheint mir Baham jetzt richtig gross und ich bin unglaublich froh ueber das fliessende Wasser, das zumindest jetzt, in der Regenzeit, vorhanden ist. In Bandrefam mussten wir naemlich erst ca. 30Minuten einen Berg runter laufen um zur Wasserstelle zu kommen und dann das Wasser den Berg hoch tragen. Wasser ist ja sowas von schwer und bekommt, wenn man solch grosse Anstrengung dafuer betrieben hat, einen viel hoeheren Wert. Geschirr spuelen und Haare waschen haben wir uns jedenfalls gespart;-)

Ich habe nun auch Bafoussam ein wenig erkunden koennen und meine ersten Eindruecke sind: viele Menschen, wilder Verkehr, Chaos und irgendwie Lebendigkeit. Ich kann mir noch nicht vorstellen mich dort mal alleine zurecht zu finden (ausnahmsweise uebrigens mal nicht wegen meinem schlechten Orientierungssinn, sondern vielmehr wegen der chotischen Unuebersichtlichkeit dieser Stadt). Aber irgendwie mag ich es dort und freu mich schon auf meinen naechsten Bafoussamtrip (ist naemlich ganz in der Naehe von Baham).

Was mir hier in Kamerun auch ganz wunderbar gefaellt ist Moto fahren. Motos sind Motorradtaxis auf denen man meistens zu dritt (ich hab auch schon 4 Leute auf einem gesehen) von A nach B faehrt. Ein Riesenspass!...daran kann ich mich auf jeden Fall gut gewoehnen;-)

Auch Taxi fahren ist hier irgendwie ein Abenteuer. Nach Bandrefam bin ich mit 9 Personen in einem 5-Sitzer gefahren (4Vorne, 5Hinten) und zureuck in einem Bulli mit 20Personen...ich muss sagen eng ist nicht immer gemeutlich und meine rechte Huefte nun blau.

Gestern habe ich eine weitere Bewohnerin des CFRASH kennengelernt und in den naechsten Tagen werden wohl nach und nach immer mehr dazu kommen. Das bedeutet, dass mein richtiges Leben ganz bald beginnt und ich endlich dort einziehen kann. Im Moment sind wir damit beschaeftigt das Centre zu reinigen und alles fuer die kommenden Bewohner vorzubereiten. Es gibt also so einiges zu tun. Nebenbei nutzt Familie Pokam jede Gelegenheit mich zu maesten, denn man findet mich hier viel zu maigre.

Ich blicke mit freudiger Gespanntheit auf die naechsten Tage und lasse euch natuerlich, dann vermutlich und hoffentlich vom CFRASH aus, daran teil haben.

Beliebtes Lied uebrigens aus hier: Nous marchons dans la lumiere de dieu, nous marchons dans la lumiere de dieu...

also gehe ich mit Gott :-)

 

Bonjour aus Kamerun!

Autor: AnnikaHuneke | Datum: 24 August 2010, 00:03 | Kommentare deaktiviert

Bonjour,

ich bin bestens in Kamerun angekommen und wurde waermstens empfangen.

Nach der ersten Nacht in Douala, fuhr ich mit Familie Pokam (Leiter des CFRASH, dem Zentrum fuer Behinderte in dem ich arbeiten werde) in meine neue Heimatstadt Baham. Unterwegs wurden mir bereits zahlreiche kulinarische Kamerunspezialitaeten nahe gebracht: gepfeffertes Fleisch, Kochbananen, Fisch, Orangen, Bananen, Schaf, Gebaeck und sogar Ziegenmagen (das Schreien meines vegetarisch denkenden Hirnes ueberhoere ich stets).

Da das CFRASH noch Ferien hat wohne ich erstmal bei einer Amerikanerin, die als Peacecorp in Baham taetig ist. Mein richtiges Leben hier hat also noch nicht so wirklich begonnen aber ich habe bereits zwei Bewohner des CFRASH kennengelernt, die beide total nett sind und mir ganz viel beim Franzoesisch lernen helfen (das ist hier echt nicht so leicht zu verstehen, nicht, dass ich das jemals gut verstanden haette aber es ist irgendwie schon anders als in Frankreich und erst recht als in der Schule).

Zur Zeit gucke ich mir einfach alles an und versuche mich irgendwie einzufinden, denn das Leben in Kamerun ist schon sehr anders, selbst Tomaten schneidet man hier nicht so wie in Deutschland. Ich lerne stetig und quasi pausenlos Neues. Heute habe ich zum Beispiel zum ersten Mal in meinem Leben Mais geerntet (mit der Hand natuerlich) und festgestellt, dass es garnicht so einfach ist Unkraut von Minze zu unterscheiden.

Gestern war ich in der Kirche und habe einen wunderbar lebhaften Gottesdienst gefeiert, mit 4 Choeren, Trommeln, traditionellen Holzxylophonen, Tanz und richtig guter Stimmung.

Also, alles in allem geht es mir gut. Es ist gut zu wissen, dass Gott mich begleitet und ich nicht alleine bin. Ich bin gespannt, was mich alles noch so erwartet und werde dann natuerlich davon berichten ;-)

Liebe Gruesse aus Baham, eure Annika